Samstag, 19. April 2014
MELDUNG:
20. August 2008
Wirtschaft und Behörden diskutieren über Klimaschutz
Sorge um Grundstoffindustrie am Standort Hamburg

Hamburg - Bei der Norddeutschen Affinerie AG (NA) trafen sich heute rund 30 Vertreter aus Industrie, Behörden sowie Wirtschaftsverbänden, um die Folgen der deutschen Klimapolitik für die Grundstoffindustrie zu erörtern.

Auf Einladung der NA nahmen neben deren Vorstand die Industrieunternehmen ArcelorMittal, Holborn Europa Raffinerie sowie Trimet Aluminium AG teil. Von Seiten des Senats beteiligten sich Vertreter der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt sowie der Behörde für Wirtschaft und Arbeit an der Diskussion. Komplettiert wurde der Gedankenaustausch durch Vertreter der Handelskammer Hamburg, des INDUSTRIEVERBANDS HAMBURG (IVH), des Verbands der Chemischen Industrie (VCI, Landesverband Nord) und der WirtschaftsVereinigung Metalle (WVM, Berlin).

Die Unternehmen wiesen in der Diskussion vor allem auf die wirtschaftlichen Belastungen durch den Emissionshandel hin. Zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Grundstoffproduktion am Standort Hamburg sowie in Deutschland benötigen die Unternehmen Ausnahmeregelungen beim Emissionshandel. Bereits heute sind beim Strom die Kosten für die Zertifikate eingepreist. Insbesondere die ab 2013 geplante zusätzliche direkte Auktionierung der Emissionszertifikate würde daher zu einer existenzgefährdenden Mehrbelastung für die Grundstoffindustrie führen.

Gerade die Hamburger Grundstoffindustrie ist weltweit führend im Umweltschutz, in der Technologie sowie im Nachhaltigen Wirtschaften. Eine Verlagerung dieser Produktion in Länder mit geringeren Umweltschutzstandards würde zu einer erheblichen Verschlechterung der weltweiten Klimabilanz führen.

Die Behördenvertreter brachten ihr Verständnis für die wirtschaftlichen Konsequenzen zum Ausdruck. Sie versprachen, sich für die Belange der Grundstoffindustrie einzusetzen, ohne dabei die Ziele der Klimapolitik aus den Augen zu verlieren.

Alle Beteiligten empfanden die Diskussion als konstruktiv und offen. Es wurde vereinbart, den Dialog fortzusetzen.

KONTAKT:
Konzernkommunikation
Michaela Hessling
Leiterin
Tel. +49 40 7883-3053
E-Mail: m.hessling@na-ag.com

Marcus Kremers
Tel. +49 40 7883-3037
E-Mail: m.kremers@na-ag.com



MELDUNG:
18. August 2008
Wieland-Werke AG verleiht erstmals Preis für Nachhaltigkeit
Auszeichnung für wegweisende wissenschaftliche Projekte der Hochschule Ulm

Die Ulmer Wieland-Werke AG, einer der weltweit führenden Hersteller von Halbfabrikaten aus Kupfer und Kupferlegierungen, hat im Sommer 2008 erstmals einen Preis für Nachhaltigkeit verliehen. Mit dem Preis zeichnet Wieland wissenschaftliche Abschlussarbeiten an der Hochschule Ulm aus, deren Ergebnisse in die Wirtschaftspraxis einfließen und eine nachhaltige Entwicklung fördern. Der „Wieland-Preis für nachhaltige Technik und Wirtschaft“ wird künftig jährlich ausgeschrieben. Er ist der höchstdotierte Preis für studentische Arbeiten an der Hochschule Ulm. Die diesjährigen Preisträger sind Dipl.-Ing. (FH) Tino Kühn und Professor Dr.-Ing. Thomas Walter, der die preisgekrönte Diplom-Arbeit betreut hatte.

„Das Thema Nachhaltigkeit in Technik und Wirtschaft gewinnt für deutsche Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Mit dem ausgelobten Preis möchten wir zukunftweisende wissenschaftliche Projekte fördern – und damit den Forschungsnachwuchs, der auf diesem Gebiet aktiv ist“, erklärt Ulrich Altstetter, Leiter des Bereichs Anlagentechnik und Logistik bei der Wieland-Werke AG und Umweltmanagementbeauftragter des Unternehmens.

Im Mittelpunkt der preisgekrönten Diplom-Arbeit stehen die Prozessoptimierung bei der Herstellung von Solarzellen sowie die Kriterien Qualität und Zuverlässigkeit. Tino Kühn hat bei der Firma Centrotherm, Blaubeuren, ein Laser-Verfahren entwickelt, mit dem Silizium-Wafer vor der Verarbeitung zu Solarzellen markiert werden können. Durch die Markierung lassen sich die Prozessdaten und die Funktionalität der entstehenden Solarzelle zuordnen, um anhand der Korrelationen den Herstellungsprozess zu optimieren. Dadurch werden einerseits Qualität und Ausbeute sowie andererseits die Zuverlässigkeit des Prozesses durch Rückverfolgung nachweislich gesteigert. Aufgrund der ausgezeichneten Ergebnisse soll dieses Verfahren in die Produktionslinien bei Centrotherm übernommen werden.

Der Wieland-Preis würdigt gleichzeitig die Leistung des betreuenden Professors mit einem Geldbetrag für seine wissenschaftlichen Aktivitäten. Die diesjährige Preisverleihung fand auf der Mitgliederversammlung des Förderforums der Hochschule Ulm statt.

Weitere Informationen:
Wieland-Werke AG
Karin Maier
Pressesprecherin
Graf-Arco-Straße 36
89079 Ulm
Telefon: 0731-944-2663
Telefax: 0731-944-42663
karin.maier@wieland.de
www.wieland-haustechnik.de



MELDUNG:
28. November 2007
Innovative Membranmodule senken Abwassermenge
BERZELIUS Bleihütte Stolberg

Die BERZELIUS Bleihütte (BBH) Stolberg gehört zu den zehn modernsten Bleihütten weltweit. Konsequenter Einklang von Umweltschutz und Effizienz kennzeichnet die Erfolgsbilanz. So führte die BBH gemeinsam mit der EFA bereits 2000 den PIUS-Check durch. Aufgrund der positiven Erfahrungen startete 2005 ein Folgeprojekt zur Verbesserung des Abwassermanagements. Die EFA unterstützte die BBH bei der Suche nach einer attraktiven Finanzierung und bei der anschließenden Finanzierungsabwicklung.

Das Unternehmen produziert pro Jahr 150.000 Tonnen Blei in Form von Fein- und Weichblei sowie Bleilegierungen und 100.000 Tonnen Schwefelsäure.

Als Konsequenz des PIUS-Checks im Jahr 2000 hauste die BBH Vorstofflager und Raffination komplett ein und installierte eine kontrollierte Absaugung der schwermetallhaltigen Stäube. Heute schleust sie mit einer mehrstufigen Anlage zur Laugung des Flugstaubs mit anschließender Abwasserbehandlung gezielt störende Elemente aus und führt Wertstoffe dem Verarbeitungsprozess wieder zu. Kühlkreisläufe und Mehrfachnutzung der Abwässer im Produktionsprozess senken seit 2001 die Einleitungsmenge der Abwässer drastisch.

Ziel des Folgeprojektes mit der EFA war die Aufbereitung der Abwässer zum Einsatz im gesamten Produktionsprozess. Das bedingte die Aufbereitung zu vollentsalztem (VE) Wasser für die Dampferzeugung bei der Abwärmenutzung, für die Einstellung des Wassergehaltes von Produkten und zur Auffüllung von Wasserkreisläufen. Auf Anregung der EFA entwickelte die BBH ein mehrstufiges innovatives Verfahren, bei dem durch Umkehrosmose VE-Wasser erzeugt wird. Erstmals in Deutschland kommen hier bei der NE-Metallerzeugung Membranmodule zum Einsatz, die mit Drainagen- und Abflutungsabwässern gespeist werden. Die Abwassermenge wird voraussichtlich um ca. 70 Prozent bzw. 120.000 Kubikmeter pro Jahr verringert. Im gleichen Umfang wird sich auch die eingeleitete Schadstofffracht an Schwermetallen reduzieren. Durch die Kombination der verschiedenen Abwasserbehandlungsmethoden entfallen weitgehend die Indirekteinleitung und die damit verbundene nachgeschaltete Behandlung in der öffentlichen Kläranlage. Auch die Reduktion des Verbrauchs von Stadtwasser um rund 25.000 Kubikmeter und von Bachwasser um mehr als 50.000 Kubikmeter werden erwartet.

BBH investierte in diese jüngste Maßnahme 1,35 Mio. Euro. Unterstützt wurde das Projekt durch eine Förderung im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms des Bundesumweltministeriums in Höhe von rund 115.000 Euro sowie über die „Initiative ökologische und nachhaltige Wasserwirtschaft NRW“, Förderbereich 1.1, des Umweltministeriums des Landes NRW.

Quelle: EFA Forum – Ressourceneffizienz in NRW. Umwelt und Wirtschaft im Dialog – Ausgabe 2 / 2007



MELDUNG:
24. September 2007
Geruchsarme Recyclingkunststoffe fit für Neufahrzeugproduktion

Seit Einführung der Altautoverordnung im Sommer 2002 müssen Demontagebetriebe große Kunststoffteile aus Altfahrzeugen ausbauen und stofflich verwerten. Diese Branche ist stark mittelständisch geprägt. Die Firmen sehen sich mittlerweile veränderten Rahmenbedingungen gegenüber: Zum einen verschlechtert sich die Zusammensetzung recyclingfähiger Kunststoffe, zum anderen wird von Seiten der Automobilindustrie eine höhere Qualität für Recyclingkunststoffe verlangt, was deren Ausgasungsverhalten angeht, um die Innenraumluft in Fahrzeugen zu verbessern. Vor diesem Hintergrund hat das Fraunhofer Institut für Chemische Technologie (ICT) in Kooperation mit den Firmen BSB Recycling GmbH und der Retek AG ein Verfahren zur Herstellung emissions- und geruchsarmer Kunststoffe aus Recyclingmaterial am Beispiel von Polypropylenabfällen entwickelt. Die Kunststoffteile – vor allem Altbatterien – wurden hierzu von der Retek AG demontiert und in der großtechnischen Anlage der BSB Recycling GmbH aufbereitet. Das Fraunhofer Institut ICT führte die Versuche zur Reinigung der Kunststoffe im Extrusionsprozess durch. Zum Einsatz kam dabei das umweltverträgliche Lösungsmittel überkritisches CO2, das nicht brennbar ist. Es gelang damit, Geruchs- und Schadstoffe bei der Kunststoffaufbereitung auszuschleusen und eine Reinigungsleistung von über 80 % zu erzielen.

Derzeit finden Gespräche zwischen den Projektpartnern und einem Anlagenbauer statt, um die positiven Projektergebnisse in eine Anlage bei der BSB Recycling GmbH zu überführen.

Quelle: DBU aktuell Nr. 9, September 2007, Deutsche Bundesstiftung Umwelt DBU, Osnabrück



MELDUNG:
01. Juli 2007
Aluminiumverarbeitung wird klimafreundlicher Bundesumweltminister Gabriel fördert innovatives Projekt

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel stellt knapp 130.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm für ein Pilotprojekt in einem Aluminiumwerk zur Verfügung. Die Firma F.W. Brökelmann GmbH & Co. KG in Ense (Nordrhein-Westfalen) plant, die Kapazität der Vorwärmzone einer Strangpressanlage für Aluminiumprofile um 25 Prozent zu erhöhen und dabei den Energieverbrauch deutlich zu senken. Gabriel: „Dieses Projekt zeigt beispielhaft, dass Kapazitätserhöhungen in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs nicht zu Lasten des Klimaschutzes gehen müssen. Im Gegenteil. Umweltinnovationen helfen dabei, Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch zu entkoppeln.“

Ausgangspunkt für das Vorhaben war das in diesem und vergleichbaren Unternehmen herrschende Problem, dass in der Vergangenheit zwar die Pressanlagen dem technischen Fortschritt angepasst wurden, nicht aber die vorgelagerte Erwärmung der Aluminiumbolzen, aus denen die Profile hergestellt werden. Das traditionsreiche, familiengeführte Unternehmen F.W. Brökelmann entschloss sich daher, technologisches Neuland zu betreten und die Vorwärmzone durch Installation von so genannten Hochkonvektionsbrennern deutlich effektiver zu gestalten. Dies ermöglicht eine effektivere Wärmeübertragung auf das Material und die Nutzung der bisher abgeleiteten Abwärme.

Allein beim Erdgasverbrauch können so bis zu 617.000 Kilowattstunden (kWh) jährlich eingespart werden. Der spezifische Erdgasverbrauch pro Tonne eingesetzten Materials soll um bis zu einem Drittel gesenkt werden. Würden alle in Deutschland betriebenen Anlagen dieser Art auf das innovative Verfahren umgestellt, ergäbe sich insgesamt eine Einsparung von klimaschädlichem Kohlendioxid von schätzungsweise rund 7.000 Tonnen pro Jahr.

Quelle: BMU-Pressereferat, Alexanderstraße 3, 10178 Berlin

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter nachfolgendem Link:




Links:
www.bmu.de/foerderprogramme/pilotprojekte_inland/doc/2330.php


MELDUNG:
23. Dezember 2006
Alcan liefert zur Förderung der Nachhaltigkeit umweltfreundliche Solarkocher nach Indonesien

Im Rahmen seines Beitrags in Höhe von 450.000 Euro für das CDM-Umweltschutzprojekt („Clean Development Mechanism“) liefert Alcan gemeinsam mit Klimaschutz e. V. innovative Solarkocher und Pfannen in ländliche Regionen von Indonesien. 1.000 Familien aus der Region Banda Aceh können den Parabol-Solarkochern zum Wasserkochen, Sterilisieren und Essenkochen verwenden und damit weniger abhängig von herkömmlichen Energiequellen wie Feuerholz und fossilen Brennstoffen werden.

Die somit jährlich eingesparten Emissionen entsprechen 3.500 t CO2, die Alcan in Form von CO2-Krediten, sogenannten CERS (Certified Emission Reductions, Emissionsreduktionsgutschriften) im Rahmen des Emissionshandelssystem, gutgeschrieben bekommt.

Derzeit werden ca. 20.000 der durch die Alcan Singen GmbH hergestellten Kocher eingesetzt. Der Reflektor wird aus Solar Surface TM 992, ein hochglänzendes Aluminium-Spezialwalzblech, gefertigt. Er verfügt über eine transparente Keramikbeschichtung, die ihn gegen Wetter, Korrosion und mechanische Schäden schützt.

Klimaschutz e.V. fungiert als Partner vor Ort bei der Koordination des "Solar Cooker Project Aceh 1, Indonesia" genannten Projekts, stellt die Solarkocher in Aceh her und überwacht ihren Einsatz über einen Zeitraum von sieben Jahren. Bei dem Projekt handelt es sich um das erste deutsche CDM- Projekt, das vom Klimasekretariat der Vereinten Nationen anerkannt ist. CDM-Projektmaßnahmen sind in Artikel 12 des Protokolls von Kyoto definiert und dienen dem nachhaltigen Schutz des globalen Klimas und sollen den Transfer klimaschonender Verfahren von den Industrieländern in die Entwicklungsländer fördern.



MELDUNG:
20. Oktober 2006
Bundesumweltministerium fördert innovative Anlage zur Kupferherstellung in Osnabrück

Gabriel: „Vorhaben ist gut für Umwelt und Wirtschaft“ Bundesumweltminister Sigmar Gabriel unterstützt die Errichtung eines innovativen Schmelzofens zur Herstellung von Kupfer in Osnabrück (Niedersachsen). Die KM Europa Metal AG plant, einen bisher nur in der Aluminiumindustrie eingesetzten kippbaren Drehtrommelofen zu modifizieren und zum energieeffizienten Schmelzen und Raffinieren von Kupfer einzusetzen. Das Vorhaben wird vom Bundesumweltministerium mit rund 1,3 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm gefördert.

„Fortschritte bei der Energieeffizienz in energieintensiven Industrien tragen in besonderem Maße zum Erreichen der Emissionsminderungsziele bei den Treibhausgasen bei“, so Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. „Die Durchführung des Vorhabens ist jedoch nicht nur gut für die Umwelt, sondern auf Grund der Energieeinsparung auch aus wirtschaftlicher Sicht attraktiv.“

Im Rahmen des Vorhabens soll erstmalig ein kippbarer Drehtrommelofen aus der Aluminiumindustrie zum Schmelzen und Raffinieren von Sekundärkupfer eingesetzt werden. Der kippbare, neue Ofen verfügt im Gegensatz zu den bisher in der Kupferindustrie eingesetzten Drehtrommelöfen über nur eine Öffnung. Dadurch können Abgase optimal erfasst und diffuse Emissionen auf ein Minimum reduziert werden. Zudem wird eine verbesserte Energieausnutzung gegenüber beidseitig offenen Drehtrommelöfen erreicht. Im Vergleich zu den bisherigen Verfahren werden 10-20% Energieeinsparung erzielt.

Quelle: BMU-Pressereferat, Alexanderstraße 3, 10178 Berlin

Weitere Informationen zum Förderprogramm und zum Vorhaben finden Sie unter nachfolgendem Link:




Links:
http://www.bmu.de/foerderprogramme/pilotprojekte_inland/doc/2330.php


MELDUNG:
29. September 2006
Pilotvorhaben „Berzelius“ Stolberg GmbH durch Umweltinnovationsprogramm gefördert
Bundesumweltminister Gabriel stellt aus dem Umweltinnovationsprogramm rund 100.000 Euro für ein Pilotvorhaben der „Berzelius“ Stolberg GmbH in Stolberg/Nordrhein-Westfalen zur Verfügung.

Bundesumweltminister Gabriel stellt aus dem Umweltinnovationsprogramm rund 100.000 Euro für ein Pilotvorhaben der „Berzelius“ Stolberg GmbH in Stolberg/Nordrhein-Westfalen zur Verfügung. „Das Pilotvorhaben soll das Problem des schwermetallhaltigen Abwassers bei der Bleiherstellung lösen. Das nutzt den Flüssen und Seen und ist zugleich Beispiel für eine umweltgerechte wirtschaftliche Entwicklung“, sagte Gabriel.

Das Unternehmen stellt jährlich rund 150.000 Tonnen Blei in Form von Fein- und Weichblei sowie Bleilegierungen her. Bereits seit 1990 wendet das Unternehmen eine moderne Technologie zur Verarbeitung von Bleikonzentraten und sekundären Rohstoffen an. Damit konnten die Luftbelastung und Energieverbrauch bereits vermindert werden. Es fallen jedoch immer noch große Abwassermengen mit hohen Schwermetallgehalten an.

Durch den Einsatz einer neuartigen Membrantechnologie mit Umkehrosmose kann die Abwassermenge auf ein Drittel des bisherigen Volumens verringert werden. Damit einher geht die Reduzierung der Schwermetallfrachten. Zwei Drittel des Abwassers können nach der Behandlung innerbetrieblich, zum Beispiel als Kühlwasser, wieder verwendet werden.

Das bei der Umkehrosmose anfallende Schwermetallkonzentrat wird in die Abwasserbehandlungsanlage eingeleitet. Dort werden die Schwermetalle Arsen und Thallium abgetrennt und entsorgt. Der verbleibende bleihaltige Gipsschlamm wird stofflich verwertet.

Weitere Informationen zum Förderprogramm und zum Vorhaben finden Sie unter nachfolgendem Link:




Links:
http://www.bmu.de/foerderprogramme/pilotprojekte_inland/doc/2330.php


MELDUNG:
08. August 2006
RHEINZINK eröffnet innovative Fertigungsanlage
PIUS-Finanzierung

RHEINZINK wurde im Jahre 1966 von den Unternehmen Grillo, Stolberger Zink sowie den Vereinigten Deutschen Metallwerken gegründet. Am Firmensitz in Datteln werden Zinkbleche produziert. Über 800 Mitarbeiter in 27 Ländern beschäftigt das Unternehmen heute. Am 26. Mai feierte das Unternehmen seinen 40. Geburtstag und nahm eine neue Vorbewitterungsanlage am Standort in Betrieb.

NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben hob bei der feierlichen Inbetriebnahme das Engagement des Unternehmens und die Unterstützung durch die Effizienz-Agentur NRW bei der Investittionsplanung hervor. Ulrich Grillo, Vorsitzender der Geschäftsführung, sagte über die aktuellen Unternehmensziele: „Wir wollen unserer Verantwortung am Standort Deutschland gerecht werden, wo wir am Rande des Ruhrgebietes gerade 30. Mio. Euro in eine neue Fertigungsanlage investiert haben.“

Die PIUS-Finanzierung der Effizienz-Agentur NRW hatte RHEINZINK auf dem Weg zur Antragstellung im „Programm zur Förderung von Demonstrationsvorhaben“ des Bundesumweltministeriums unterstützt. Eine fachliche Darstellung des Projekts ist im EFA-Loseblatt RHEINZINK im Mai erschienen und nachfolgend als .pdf Datei downloadbar.

Quelle: EFA Forum 2/06, Effizienz-Agentur NRW



MELDUNG:
21. Dezember 2004
Aluminium Norf GmbH: Innovative Abwärmenutzung an Schmelzöfen
Senkung des Energieverbrauchs und der Emissionen

Die Aluminium Norf GmbH betreibt bei Düsseldorf ein großes Aluminiumwalzwerk. Der beim Warm- und Kaltwalzen anfallende Produktionsschrott sowie Aluminium aus Fremdanlieferung werden im Schmelzwerk des Unternehmens wieder zu Walzbarren umgearbeitet. Das Schmelzwerk verfügt über 13 erdgasbeheizte Anlagen, die jeweils aus einem 42 bis 120 Tonnen fassenden Schmelzofen und einem nachgeschalteten, kippbaren Gießofen bestehen. Das Metall verlässt die Anlage als vier bis neun Meter lange, 60 Zentimeter dicke und bis zu 30 Tonnen schwere Walzbarren. Die Produktionskapazität beträgt ca. 820 000 Tonnen pro Jahr.

Im Warmbandbereich werden die Barren nach einer Aufwärmung auf 400 bis 580 °C bis zu einer Dicke von zwei bis sechs Millimeter warmgewalzt. Die fertigen Bänder werden zum Schluss zu so genannten Coils aufgewickelt und kühlen bis zum nächsten Bearbeitungsschritt - dem Kaltwalzen - im Regallager ab. Anschließend werden die Bänder im Kaltbandbereich bis auf eine Dicke von 0,2 Millimeter heruntergewalzt.

Zielsetzung

Bisher wurde das bis zu 1350 °C heiße Abgas der Schmelzöfen nur zu ca. 17 Prozent prozessintern genutzt. Zu diesem Zweck waren an den Schmelzöfen Wärmetauscher installiert, welche die Verbrennungsluft für die Schmelzofenbrenner von der Umgebungstemperatur auf 350 bis 400 °C vorwärmten. Diese Wärmetauscher konnten aus Materialgründen nicht direkt im bis zu 1350 °C heißen Abgas betrieben werden. Durch das Einblasen von Kühlluft wurde die Abgastemperatur auf wärmetauscherverträgliche 850 bis 900 °C gesenkt. Dadurch stieg jedoch gleichzeit der Abgasvolumenstrom an, für dessen Reinigung viel Energie verbraucht wurde.

Ziel des Unternehmens war es, innovative Abwärmenutzungs- mit Abgasreinigungstechnik zu kombinieren, sodass die Abwärme in weit stärkerem Maße als vorher genutzt und gleichzeitig die Emissionen des Schmelz-/Gießprozesses erheblich reudziert werden konnten.

Lösungsansatz

Im Ergebnis eines Planungsprozesses konnte ein Maßnahmekonzept vorgelegt werden, mit dem beide Ziele erreicht werden konnten. Es sah vor, die noch ungenutzte Schmelzofenwärme mittels Thermoölsystemen auf einem möglichst hohen Temperaturniveau auszukoppeln und prozess- und werksintern sowie extern zur Fernwärmeversorgung zu nutzen sowie das abgekühlte Abgas in Gewebefilteranlagen zu reinigen.

Thermoöltechnik wurde bisher an den stark chargenabhängigen Schmelzanlagen der Aluminiumindustrie mit chlorhaltigem, stark korrosivem Abgas nicht eingesetzt. Es fehlten Erfahrung über Standzeiten der einzusetzenden Wärmetauscher und hinsichtlich der Betriebssicherheit dieser Technik. Die Herausforderungen konnten gemeistert werden.

Umweltentlastung

Durch das neue Abgasreinigungskonzept, insbesondere durch die zusätzlichen Gewebefilter gingen die Chlor/Chlorid- und Staubemissionen um 88 Prozent zurück.

Durch die Abwärmeauskopplung konnten rd. 45 Millionen kWh/a Wärme zurückgewonnen und zur Deckung des Prozess- und Gebäudewärmebedarfs des Unternehmens sowie des Wärmebedarfs eines Neubaugebiets genutzt werden. Dadurch werden pro Jahr zurzeit 9500 Tonnen CO2-Emissionen vermieden. Im Endausbauzustand des Fernwärmegebiets wird sich diese Menge auf ca. 19000 Tonnen erhöhen.

Auf Grund der verringerten Abgasvolumenströme konnten die Abgasreinigungsanlagen kleiner ausgeführt werden, was zu Kosteneinsparungen führte. Hinzu kamen die aus den Energieeinsparungen resultierenden Erträge.

Modellcharakter

Da neben den ökologischen auch ökonomische Vorteile zu verzeichnen sind, wird das Vorhaben Nachahmer finden und zum Erreichen der Klimaschutzziele beitragen.

Quelle: Umwelt 7/12, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit



MELDUNG:
03. Juni 2004
Norddeutsche Affinerie: Vielversprechendes Pilotprojekt
Reduzierung gesundheitsgefährlicher Feinstäube in der Hüttenindustrie

Feinstäube sind gesundheitsgefährlich und können zu schweren Erkrankungen der oberen Luftwege führen.

Die Verringerung der Feinstäube zählt zu den vorrangigen Aufgaben der deutschen Umweltpolitik. Diesem Ziel dient ein neues Pilotprojekt in Hamburg, das Bundesumweltminister Jürgen Trittin mit rund 1,5 Millionen Euro aus dem "Investitionsprogramm zur Verminderung von Umweltbelastungen" fördert. Mit dem von der Norddeutschen Affinerie AG geplanten Vorhaben gelingt es, den Ausstoß von Staub und damit verbundenen Schwermetallen, der vor allem aus bislang schwer erfassbaren Quellen der Produktion stammt, um bis zu 70 Prozent zu senken. Die in den aufgefangenen Stäuben enthaltenen Metalle können innerhalb des Unternehmens weiterverarbeitet werden.

Jürgen Trittin: "Wenn andere Hüttenbetriebe in Deutschland diesem Beispiel folgen, ließe sich die Luftbelastung insgesamt deutlich senken.“

Speziell für die bislang schwer erfassbaren Quellen für Feinstaub hat das Unternehmen ein so genanntes "Haus in Haus"-Konzept entwickelt. Die diffusen Emissionen werden unmittelbar an der Quelle durch Einhausung und Absaugen erfasst. Eine schienengebundenes Transportsystem verlagert Umfüllvorgänge unter die Absaughauben. Dies ist ökonomisch und ökologisch deutlich effizienter als das Absaugen der gesamten Werkshalle.



INTERN:
08. März 2004
Billigere Solarzellen aus Kupfer

Der größte europäische Kupferproduzent, die Norddeutsche Affinerie AG (NA) in Hamburg, hat die Entwicklung flexibler Solarzellen auf Kupferfolie mit sechs Patenten abgeschlossen. Derzeit sucht die NA Partner, um mit der industriellen Produktion im Jahr 2007 zu starten.

Hauptbestandteile der Solarzellen sind Kupfer, Indium und Selen. Sie werden nach dem englischen Copper für Kupfer "CIS-Zellen" genannt und endlos am laufenden Band hergestellt. Die Bänder müssen anschließend nur noch in Streifen geschnitten, elektrisch kombiniert und zum Schutz gegen Umwelteinflüsse laminiert werden. Die CIS-Zellen seien um 80 % leichter und könnten durch galvanische Beschichtung um die Hälfte billiger produziert werden als die in Vakuumanlagen hergestellten Solarzellen aus Silizium, sagt NA-Chef Werner Marnette. Die CIS-Zellen erreichen einen Wirkungsgrad von bis zu 10,4 % - auf Großflächen liegt der Wert bei 6,5 %.

Die NA-Entwicklungsabteilung geht davon aus, dass die kupferbasierten Solarzellen hauptsächlich in Kombination mit vorgefertigten Dachelementen großflächig eingesetzt werden. Geplant sind zudem Abdeckungen für Dachgauben oder Solarlamellen zur Beschattung von Wintergärten oder Gewächshäusern. Die NA entwickelt die CIS-Zelle seit 2000 und hat bisher 2,5 Mill. Euro investiert.

Quelle: Handelsblatt, 4.3.2004, S. 15



INTERN:
03. März 2004
Heraeus-Innovationspreis an Danny Habets

Der zum ersten Mal von der Heraeus Holding GmbH gestiftete Heraeus-Innovationspreis geht an Danny Habets von Heraeus Electro-Nite. Im Rahmen einer Feierstunde in Hanau wurde der mit 2500 Euro dotierte Preis übergeben.

Der zweite Preis geht an Christina Modes von W. C. Heraeus, und der dritte Preis wurde an Dr. Ralph Sattmann von Heraeus Tenevo verliehen. Künftig sll der Heraeus-Innovationspreis jedes Jahr vergeben werden.




Links:
Heraeus


INTERN:
18. April 2003
"The Copper Link" - KME eröffnet neues konzernweites Internetportal

Unter dem Namen "The Copper Link" präsentiert sich die KM Europa Metal AG seit Kurzem im Internet.



Links:
The Copper Link


INTERN:
25. Oktober 2002
Trinkwassergewinnung aus Elbwasser bei der Norddeutschen Affinerie AG

Die Norddeutsche Affinerie AG (NA) gehört zu den im Umweltschutz weltweit führenden Kupferproduzenten und -weiterverarbeitern. Eines der wichtigsten Unternehmensziele ist das Eintreten für nachhaltige Entwicklung und Ressourcenschonung.

Vor Kurzem ist in der NA das mehrjährige Energiesparprojekt eNergiA mit beispielhaftem Erfolg abgeschlossen worden. Mit Hilfe des Projektes konnte im gesamten Unternehmen eine 20%-ige Energieeinsparung und somit ebenfalls eine erhebliche Reduzierung von Treibhausgasemissionen erreicht werden.

Im Rahmen von eNergiA hatte sich die NA auch das Ziel gesetzt, ihren Trinkwasserverbrauch von derzeit 600.000 auf 250.000 m³ pro Jahr zu reduzieren. Das sind rund 60% des Bedarfs aus der kommunalen Wasserversorgung.

Durch die mit modernster Technologie arbeitende Anlage wird das Hamburger Trinkwasser jetzt durch Wasser ersetzt, das durch Aufbereitung von Elbwasser gewonnen wird. Die Reinheit des gewonnenen Wassers übertrifft sogar die des Trinkwassers. Die NA beschreitet mit dieser Art der Innovation technisches Neuland. Benötigt wird das Wasser für verfahrenstechnische und chemische Prozesse im Stammwerk Hamburg.

(Quelle: NA)




Links:
Norddeutsche Affinerie


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