WVMetalle-KurzpositionAuswirkungen eines CO2-Mindestpreises im ETS

In der öffentlichen Debatte wird von verschiedenen Seiten die Einführung eines CO2-Mindestpreises im EU-Emissionshandelssystem (ETS) gefordert. Dabei unterscheiden sich die Forderungen in der Ausgestaltung: fordern einige einen EU-weiten Mindestpreis, sprechen sich andere für einen nationalen und wieder andere für einen Mindestpreis in zwei oder mehreren Mitgliedstaaten aus („regionaler CO2-Mindestpreis“). Während die Auswirkungen eines nationalen und regionalen CO2-Mindestpreises nahezu identisch sind und daher im Folgenden nicht weiter differenziert werden, unterschieden sie sich von dem eines einheitlichen EU-weiten Mindestpreises teils erheblich.

Die deutsche Nichteisen(NE)-Metallindustrie ist sowohl direkt als auch indirekt über die Zertifikatekosten im Strompreis vom ETS erfasst, weshalb ein hoheitlich gesetzter CO2-Mindestpreis entscheidenden Einfluss auf Wettbewerbsfähigkeit und Investitionen hat. Die NE-Metallindustrie erzeugt und entwickelt unverzichtbare Werkstoffe für den Klimaschutz. Sie befindet sich aber zugleich im globalen Wettbewerb und hat als Preisnehmer auf dem Weltmarkt kaum Möglichkeiten, CO2-Kosten auf ihre Produktpreise abzuwälzen und an die Nachfrager weiterzureichen, da NE-Metalle zu einem einheitlichen Weltmarktpreis gehandelt werden.

Die gesamte Kurzposition mit den wichtigen Punkten für die Nichteisen-Metallindustrie finden Sie im Anhang.

Gesamtverband der Deutschen Buntmetallindustrie (GDB) Gesamtverband der Aluminiumindustrie e.V. Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie BDG WVM plus WVM plus Die Energieintensiven Industrien in Deutschland Metalle pro Klima