21.02.2019Sektion 232: US-Handelspolitik

Seit dem 1. Juni 2018 werden Aluminiumimporte aus Europa in die USA mit einem Zollsatz in Höhe von 10 Prozent belegt. Die deutsche Nichteisen(NE-)-Metallindustrie kritisiert die protektionisti-schen Maßnahmen ausdrücklich und lehnt Retorsionsmaßnahmen seitens der EU ab. Die WVMetalle unterstützt die Europäische Kommission in ihrem Vorhaben, die Handelsströme zu untersuchen, da Marktverschiebungen erwartet werden. Zudem fordert die WVMetalle eine einheitliche Vorgehens-weise der EU und eine Rückkehr zu dem vertrauensvollen Dialog im transatlantischen Verhältnis und begrüßt den Aufbau eines Forums für die Überkapazitäten in der Aluminiumindustrie.

Im Jahr 2013 produzierten die USA noch ca. 2 Mio. Tonnen Primäraluminium, 2017 lag dieser Wert bei nur noch 785.000 Tonnen. Die Einfuhren von Aluminium-Halbzeug in die USA haben sich seitdem um 34 Prozent erhöht. US-amerikanische Handelsexperten machen die Überkapazitäten und Marktverzerrungen, die hauptsächlich von der chinesischen Aluminiumindustrie verursacht werden, für diese Entwicklung verantwortlich und fordern einen Schutz für die US-amerikanische Aluminiumindustrie.   

Die vollständige WVMetalle-Position finden Sie als Anlage.

 

 

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