Umfrage zu steigender Anzahl von Kundenfragebögen und -audits in der NE-Metallindustrie

Zunehmende Anforderungen sowie wachsender Umfang von Kundenfragebögen und -audits führt zu erheblicher Mehrfachbelastung bei Unternehmen.

Die Anforderungen an Unternehmen der Metallindustrie steigen. Eine in der WVMetalle-Mitgliederschaft durchgeführte Umfrage zum Thema Kunden-Fragebögen und Audits ergab, dass Anzahl und Intensität von Fragebögen und Audits in den Bereichen Qualität, Arbeitsschutz, Umwelt, Lieferkette, Klima und Energie steigen. Eine Mehrheit befürwortet Audits und Fragebögen zwar grundsätzlich (80%), betrachtet die stetig anwachsende Zahl allerdings als problematisch für ihre Unternehmen (60%).

Viele Unternehmen geben an, dass einzelne Teilbereiche Mehrfach-Auditierungen unterliegen. Die damit einhergehende Belastung für Unternehmen spiegelt sich in den notwendigen gestiegenen Personenarbeitstagen wider, die zur Bearbeitung der Anfragen anfallen. Die Bearbeitung der Fragebögen und Audits nimmt häufig weit mehr als 2-3 Personenarbeitstage pro Anfrage in Anspruch.

Während Auditierungen in den etablierten Handlungsfeldern Arbeitsschutz, Umwelt-, Energie- und Qualitätsmanagement bereits seit längerer Zeit an der Tagesordnung sind, sind Auditierungen in den Bereichen Lieferkette und Klima noch selten, wachsen aber ebenfalls an. Im Sinne eines zielgerichteten und effizienten Umgangs mit den steigenden Nachhaltigkeitsanforderungen sollten die Bemühungen harmonisiert und Mehrfach-Auditierungen vermieden werden.

Die durch Audits und Fragebögen erzeugten Innovationsimpulse innerhalb der Industrie dürfen nicht durch anwachsende Bürokratie und ineffiziente Mehrfachbelastungen konterkariert werden. Besonders kleine und mittlere Unternehmen müssen vor einem zu großen Anforderungsdruck geschützt werden. Audits und Fragebögen in der Lieferkette müssen darüber hinaus regelmäßig auf ihre Wirkung und das tatsächliche Transformationspotential hin untersucht werden.

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