WVM-PressemitteilungMetalle und REACH: WVM plädiert für transparentes Risiko-Management-System

180 Experten diskutieren in Dortmund über die Betroffenheit der Metallindustrie durch die REACH-Verordnung

Berlin (18.11.2014) - In Dortmund haben rund 180 Experten über die Bedeutung der REACH-Verordnung für die Nichteisen-Metallindustrie diskutiert. Die Veranstaltung wurde von der WirtschaftsVereinigung Metalle (WVM) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) organisiert.

Die WVM-Experten Dorothea Steiger und Martin Wieske sprachen im Anschluss von einem konstruktiven Dialog. Steiger plädierte in ihrem Vortrag für ein klares und transparentes Risiko-Management-System. Für die Auswahl der Maßnahmen müsse ein risikobasierter Ansatz gelten. Zudem müssten bereits geregelte Rechtsgebiete beachtet werden.

Mehrere Referenten machten in Ihren Vorträgen auch auf gesellschaftspolitische Zielkonflikte aufmerksam. Nichteisen-Metalle und Metallverbindungen seien essentiell für viele Produktionsprozesse und Werkstoffe. Wer Nichteisen-Metalle auf die REACH-Kandidatenliste setze oder für die Zulassung unter REACH priorisiere, müsse auch bedenken, dass die Metalle dringend notwendig für z.B. Windräder oder Batterien für E-Mobilität seien.

Martin Wieske begrüßte, dass das Bundesarbeitsministerium eine Einbeziehung der Arbeitsschutzerfahrungen im REACH-Verfahren befürwortet. Ebenso positiv sei, dass das Ministerium auf den Dialog zwischen Politik und Industrie setze, wenn es zum Beispiel um übergeordnete Fragen wie zum Recycling geht.

WVM und BAuA wollen ihre Zusammenarbeit zum Thema REACH fortsetzen. Am 16. März 2015 ist eine weitere Veranstaltung in Dortmund zum Thema Energiewende und REACH geplant.

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