Arbeits- und GesundheitsschutzIndustrie startet EU-weite Initiative zu Arbeitsplatzgrenzwerten

Mehr als 45 Verbände beteiligen sich

29.06.2015

Eine neue branchenübergreifende Initiative für EU-weite Arbeitsplatzgrenzwerte im Chemikalienmanagement hat ihre Arbeit aufgenommen. Beteiligt sind mehr als 45 Verbände – darunter sind auch die WVM und Eurometaux. Die neue Initiative zielt auf mehr Effizienz und Verhältnismäßigkeit. Der Fokus soll stärker auf Arbeitsschutzvorschriften statt auf die REACH-Zulassung gelegt werden. Es geht darum, Risiken durch Stoffe zu minimieren, die überwiegend im Bereich der industriellen Produktion vorzufinden sind.

Grundsätzlich gilt aus Sicht der Industrie, dass Arbeitsschutzvorschriften für alle Aspekte am Arbeitsplatz die am besten geeigneten Regularien sind. Zudem sind Arbeitsschutzvorschriften in der Praxis wesentlich besser bekannt als die Bedingungen einer Zulassung unter REACH. Innerhalb der Kommission herrschen unterschiedliche Ansichten hierzu: Während die GD Wachstum dem Vorschlag wohlwollend gegenübersteht, gibt die DG Umwelt zu bedenken, dass mit der REACH- Zulassung das gleiche Ziel erreicht werden könne. Das Generalsekretariat der Kommission sieht die Initiative als konkretes Beispiel, die EU-Gesetzgebung zu rationalisieren - eine Priorität der neuen Kommission.
Gleichzeitig dürfen aber die Aktivitäten zum Schutz der Arbeitnehmer und die Ziele hinsichtlich krebserzeugender, erbgutverändernder oder fortpflanzungsgefährdender (CMR) Stoffe dadurch nicht beeinträchtigt werden.

Einer der Vorschläge bezieht sich auf die langwierige Ableitung von Arbeitsplatzgrenzwerten und die uneinheitliche Umsetzung der Arbeitsvorschriften in der EU. Die aktuell laufende Überprüfung der europäischen Arbeitsschutzvorschriften bietet eine gute Gelegenheit, Bereiche für Verbesserungen zu identifizieren. In diesem Zusammenhang beteiligt sich die WVM aktiv und direkt an den Diskussionen durch die Mitgliedschaft in der Chemikaliengruppe des beratenden Ausschusses zur Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz und wird konkrete Vorschläge liefern.

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