EmissionshandelWarnung vor dem Scherenschnitt

EU-Kommission legt Entwurf zur Reform des Emissionshandels vor

21.07.2015

Die EU-Kommission hat in der vergangenen Woche ihre Pläne für eine Reform des Emissionshandels vorgestellt. Für die WirtschaftsVereinigung Metalle steht fest: Es darf nicht zu neuen Wettbewerbsnachteilen für die europäische Industrie kommen.

Ein wichtiger Kritikpunkt ist, dass es bei der kostenfreien Zuteilung von Emissionsberechtigungen einen allgemeinen jährlichen Abschlag von einem Prozentpunkt geben soll. Dieser Abschlag soll nicht individuell nach Produkten und Produktionsprozessen differenziert werden, sondern scherenschnittartig für alle Branchen gelten. Dieser universelle Kürzungsfaktor widerspricht vollkommen der individuellen Betrachtung der einzelnen Branchen.

Die WVM schlägt vor, die unterschiedlichen Benchmarks zu Beginn jeder Handelsperiode zu überprüfen und gegebenenfalls individuell anzupassen. Damit soll verhindert werden, dass es neben steigenden CO2-Preisen zu weiteren Nachteilen für die europäische Industrie im internationalen Wettbewerb kommt.

Hinzu kommt, dass es ab dem Jahr 2020 weniger Zertifikate geben wird. Der so genannte lineare Faktor steigt von 1,7 auf 2,2 Prozent. Auch hierdurch wird der Wettbewerbsdruck auf die Industrie in Europa weiter zunehmen.

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