politik aktuellBDI-Studie zur Verkehrsinfrastruktur

Die Ursachen für die Schwäche der deutschen Verkehrsinfrastruktur liegen in unzureichender und ineffizienter Finanzierung, zu später Bürgerbeteiligung und unnötig langwierigen Planungsverfahren. Dies geht aus einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und anderer Verbände, die Anfang Januar in Berlin vorgestellt wurde, hervor.

01.02.2014

Die Studie präsentiert Lösungsansätze anhand von Best-Practice-Beispielen in europäischen Nachbarländern mit vergleichbaren Strukturen und Rahmenbedingungen. Die untersuchten Länder Frankreich, Österreich,
Dänemark und die Niederlande messen ihren Verkehrswegen deutlich höhere Priorität zu als Deutschland. „Wir können unsere Infrastrukturkrise nur lösen, wenn wir über den Tellerrand schauen und analysieren, was andere besser machen“, so BDIPräsident Ulrich Grillo. „Wir liefern mit der Studie einen wesentlichen Beitrag für die kommende Bundesregierung, um mit neuen
Ansätzen die Verkehrswege in unserem Land zu stärken.“ Deutschland könne von anderen Ländern lernen: So erhöhen überjährige Finanzierungskonzepte die Verlässlichkeit und wirken sich dadurch positiv auf die Projektkosten aus. Öffentlich-Private Partnerschaften werden umfassender genutzt. Niemand führt wie Deutschland unnötig langwierige doppelte Umweltverträglichkeitsprüfungen
in Planungs- und Genehmigungsverfahren durch. Die Bürger können sich frühzeitiger als bislang in Deutschland in die Verkehrsinfrastrukturplanung einbringen. Und: Die Politik begleitet die Planung großer Projekte in den Nachbarländern aktiver, politische Verantwortung wird sichtbarer.

Die „Best-Practices-Studie zur Verkehrsinfrastrukturplanung und -finanzierung in der EU“ finden Sie im Internet unter bdi.eu/download_content/InfrastrukturUndLogistik/20131024_BDI_Verkehrsinfrastruktur_Kurzfassung.pdf.

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