Handels- und Rohstoffpolitik

FAIREN HANDEL FÖRDERN, HANDELSVERZERRUNGEN ABBAUEN UND ROHSTOFFPOLITIK ALS ZENTRALEN BAUSTEIN DER INDUSTRIEPOLITIK BEGREIFENZugang zu internationalen Rohstoffmärkten gewährleisten und Handelsprotektionismus vermeiden

Sowohl der Zugang zu Rohstoffen als auch faire und freie Märkte sind die Grundvoraussetzungen für einen funktionierenden Welthandel und für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Nichteisen-Metallindustrie.

Die Nichteisen-Metallindustrie ist der Ansicht, dass alle Staaten nach den Spielregeln der Welthandelsorganisation (WTO) internationalen Handel betreiben sollten. Alleingänge und Abschottung durch protektionistische Maßnahmen müssen verhindert werden. Vor diesem Hintergrund sind die EU-Handelsschutzinstrumente grundsätzlich zu begrüßen, wenn diese die EU vor subventionierten Einfuhren schützen und strikt nach den Regeln der WTO durchgeführt werden. Die WirtschaftsVereinigung Metalle setzt sich für Rahmenbedingungen ein, die Handelsbeschränkungen abbauen und offene und faire Märkte erreichen. Ein level-playing-field im internationalen Handel ist das Petitum der WVMetalle. 

Der Zugang zu Rohstoffen bei fairen und wettbewerbsfähigen Preisen ist für unsere Unternehmen existenziell. Deutschland ist zu 100 Prozent Nettoimporteur bei Metallerzen. Doch oft beeinträchtigen Handelshemmnisse die Versorgung. Die WVMetalle setzt sich für eine effektive Bekämpfung des Protektionismus ein. Auch in Zeiten hoher Nachfrage muss das Petitum der sicheren Rohstoffversorgung Bestand haben. Die NE-Metallindustrie unterstützt überdies die Bemühungen, die Rohstoffbeschaffung noch transparenter werden zu lassen. Hier hat die Politik die Aufgabe, sowohl moralisch als auch wirtschaftspolitisch die richtigen Akzente zu setzen. Ein Mehr an Bürokratie muss dabei nicht zwingend die Konsequenz  sein.

Für die Technologien von morgen brauchen wir mehr Rohstoffe – für ein Elektroauto zum Beispiel 60 kg mehr Kupfer, 50 kg mehr Aluminium, 20 kg mehr Stahl und 10 kg mehr Nickel als für einen herkömmlichen Verbrenner. Bei Erneuerbaren Energien und der Telekommunikation spielen Aluminium, Kupfer, Magnesium, Nickel, Zink, Blei und andere Metalle ebenfalls eine wichtige Rolle. 

Gesamtverband der Deutschen Buntmetallindustrie (GDB) Gesamtverband der Aluminiumindustrie e.V. Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie BDG WVM plus Die Energieintensiven Industrien in Deutschland Metalle pro Klima