Europäischer Green Deal: WVMetalle fordert europäischen Industriestrompreis und umfassende EU-Industriestrategie

EU-Institutionen müssen industrielle Wertschöpfung im Blick behalten / Energieintensive Industrie braucht dauerhaft stabile und sichere Rahmenbedingungen / Ohne Produkte der Nichteisen-Metallindustrie keine Transformation im Sinne des Green Deals

Berlin (11.12.2019) – Die Europäische Union diskutiert heute im Europäischen Parlament den „Green Deal“. Die WirtschaftsVereinigung Metalle (WVMetalle) appelliert an die Institutionen der EU, dabei nicht nur den Fokus auf die Transformation hin zu einer CO2-armen Wirtschaft zu legen, sondern auch die Rahmenbedingungen für die industrielle Wertschöpfung im Blick zu behalten. „Europa braucht eine europäische Industriestrategie – und zwar eine, die diesen Namen auch verdient und den Herausforderungen für Wirtschaft und Industrie gerecht wird“, so Franziska Erdle, Hauptgeschäftsführerin der WVMetalle.

Erdle betont weiter: „Eine Transformation unserer Wirtschaft und Gesellschaft im Sinne des Green Deals ist nur mit Produkten der Nichteisen-Metallindustrie möglich.“ Damit diese notwendigen Werkstoffe weiterhin in Europa hergestellt werden können, brauche die energieintensive Industrie dauerhaft stabile und sichere Rahmenbedingungen. „Ein unerlässlicher Standortfaktor dafür sind global wettbewerbsfähige Strompreise. Nur so kann dauerhaft Carbon-Leakage verhindert und die industrielle Wertschöpfung in Europa gesichert werden.“

Ein europäischer Industriestrompreis leistet dies und schafft einen sicheren Investitions-rahmen für energieintensive Unternehmen im internationalen Wettbewerb. Ein Grenzausgleichssystem hingegen kann kein Ersatz für den heute bestehenden Carbon-Leakage-Schutz sein.

Daher fordert die WVMetalle, dass die Rahmenbedingungen für einen wettbewerbsfähigen europäischen Industriestrompreis im Rahmen der von der EU-Kommission für März 2020 geplanten EU-Industriestrategie diskutiert wird.

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