KlimapolitikDekarbonisiert. Deindustrialisiert? - Gastbeitrag für "The European"

„In Elmau wurden aus Politikern Futurologen“, schreibt WVM-Hauptgeschäftsführerin Franziska Erdle in einem Beitrag für das Debattenmagazin The European. Sie fragt: Wie werden wir eigentlich dekarbonisiert leben?

09.07.2015

Dekarbonisierung lautet das politische Ziel für das Jahr 2100. Aber: „Wie werden wir eigentlich dekarbonisiert leben?“, fragt die Hauptgeschäftsführerin der WirtschaftsVereinigung Metalle Franziska Erdle in einem Gastbeitrag für das Debattenmagazin The European.

Zwar seien Autos, Heizungen und auch die Industrie heute viel effizienter als früher. Dennoch deckten in Deutschland fossile Ressourcen trotz der Energiewende nach wie vor 80 Prozent unseres Energieverbrauchs ab. Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung sei mit einem ungeheuren finanziellen Aufwand auf 27 Prozent gestiegen. Bezogen auf den Primärenergieverbrauch entspreche dies aber gerade einmal sechs Prozent.

Die Politik habe auf dem G7-Gipfel in Elmau lediglich einen Begriff wiederbelebt. Aber sie habe dazu kein Narrativ und kein Bild erschaffen. Es bleibe unklar, wie wir im Jahr 2100 leben, fahren, heizen oder produzieren werden.

Die Dekarbonisierung droht Erdle zufolge den Prozess der Deindustrialisierung zu beschleunigen. Der Beschluss von Elmau führe einmal mehr vor Augen, dass auf dem UN-Klimagipfel in Paris ein global verbindliches Abkommen für alle nötig sei.

„In Elmau wurden aus Politikern Futurologen“, schreibt Erdle in ihrem Beitrag. Das müsse nichts Schlechtes sein. Die Realität und ein Blick für das Machbare sollten aber nicht außer Acht gelassen werden.

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