StudieMassive CO2-Emissionen durch Produktionsverlagerung ins Ausland

Eine Studie im Auftrag der WVMetalle kommt zu dem Ergebnis: Durch Produktionsverlagerungen ins Ausland entstehen bei Aluminium, Kupfer und Zink fast fünf Millionen Tonnen CO2 pro Jahr.

25.11.2015

Durch Produktionsverlagerungen ins Ausland werden allein in der Nichteisen-Metallindustrie CO2-Emissionen in Millionenhöhe exportiert. Das geht aus einer Studie von ewi Energy Research and Scenarios im Auftrag der WirtschaftsVereinigung Metalle hervor.

Demnach entstehen allein bei Aluminium, das in Ländern außerhalb des Emissionshandels produziert und nach Deutschland importiert wird, pro Jahr 4,5 Millionen Tonnen CO2-Emissionen. Bei Kupfer sind es 261.000, bei Zink 34.000 Tonnen.

Franziska Erdle, Hauptgeschäftsführerin der WVMetalle, befürchtet, dass die Zahl der „CO2-Reimporte" in Zukunft weiter wachsen wird: „Die wirtschaftliche Flaute in China führt dort zu Überkapazitäten im Markt. Dadurch wird China in Zukunft verstärkt Metalle nach Europa exportieren. Das bedeutet: Es werden noch deutlich mehr CO2-Emissionen importiert.“

Erdle warnt vor einer weiteren Deindustrialisierung. In der Studie heißt es: „Durch die gestiegenen Produktionskosten der Aluminium-, Kupfer- und Zinkindustrie sowie aufgrund starkem internationalen Wettbewerb und einem vergleichsweise geringem Ausmaß an Produktdifferenzierung besteht die Gefahr der Verlagerung der Produktion in das nicht-europäische Ausland bzw. des Imports der Metalle aus nicht-europäischen Ländern.“

Die gesamte Studie finden Sie als Anlage - siehe unten. 

 

 

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