Aluminiumschlacke ist ein unvermeidbares Nebenprodukt der Primär- und Sekundäraluminiumproduktion, aber die Entstehungsmenge, Handhabung, Aufbereitung und Verwertung kann maßgeblich durch betriebliche Vorgehensweisen, die Wahl der Technologie und Managementsysteme beeinflusst werden.
Hier setzt der neue Leitfaden „Sustainable Aluminium Dross Management Guidance“ an und bietet damit Aluminiumherstellern, Recyclingunternehmen und Schlackeverarbeitern eine praxisorientierte Unterstützung zur Verbesserung des Schlackenmanagements entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Konkret befasst sich der Leitfaden mit den Mechanismen der Schlackenentstehung, den Handhabungs- und Kühlverfahren, den Verarbeitungstechnologien, den gesetzlichen Anforderungen, den Sicherheitsaspekten sowie den Möglichkeiten zur Verbesserung der Ressourceneffizienz und der Kreislaufwirtschaft. Anhand von Case Studies werden darüber hinaus betriebliche Ansätze vorgestellt, z.B. wie die Schlackenbildung minimiert und die Aluminiumrückgewinnung maximiert werden kann, wodurch sich letztlich eine Reihe von Nachhaltigkeitsvorteilen ergeben.
Ein wesentlicher Beitrag der WVMetalle betrifft die transportrechtliche Bewertung der Aluminiumschlacken und -krätzen. Hier kommt es im ersten Schritte vor allem darauf an, eine repräsentative Stichprobe zu erhalten, damit eine korrekte Bewertung der bei Kontakt mit Wasser möglichen Freisetzung von brennbaren und/oder giftigen Gase durchgeführt werden kann.
Der Leitfaden wurde vom International Aluminium Institute (IAI) in Auftrag gegebene und von SINTEF in Zusammenarbeit mit internationalen Aluminiumherstellern, European Aluminium und der WirtschaftsVereinigung Metalle erarbeitet.
