Die jüngste Abstimmung im EU-Parlament hat die Ratifizierung des Mercosur-Freihandelsabkommens erneut verzögert – getragen von Rechten, Teilen der Linken und der Grünen. Das ist aus Sicht der Metallindustrie ein Fehler.
Als Wirtschaftsvereinigung Metalle setzen wir uns ausdrücklich für regelbasierten Freihandel ein. Zölle, Handelsbarrieren und überbordende Vorschriften schützen am Ende niemanden – sie schaden Unternehmen, Wertschöpfungsketten und vor allem den arbeitenden Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks. Vor diesem Hintergrund sollte die Kommission den Handelsteil des Abkommens zeitnah und vorläufig in Kraft setzen, um frühzeitig verlässliche Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Stabilität zu fördern.
Gerd Röder, Präsident WVMetalle: "Gerade in einer Zeit wachsender Autokratien wäre ein klares Zeichen einer geschlossen handelnden Europäischen Union notwendig gewesen: für Offenheit, für Partnerschaft und für eine internationale Ordnung, die auf Regeln statt auf Machtpolitik beruht."
Freihandel ist kein Selbstzweck. Er ist ein zentraler Baustein für Wohlstand, Stabilität und geopolitische Handlungsfähigkeit Europas.
