Die sichere Versorgung mit metallischen Rohstoffen ist angesichts geopolitischer Veränderungen längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Gleichzeitig bilden Nichteisenmetalle eine unverzichtbare Grundlage für zahlreiche Schlüsseltechnologien und moderne Verteidigungssysteme. Eine resiliente industrielle Basis und der Erhalt von Werkstoffkompetenz und Verarbeitungskapazitäten in Europa sind daher von zentraler strategischer Bedeutung.
In unserem neuen Spotlight beleuchtet unser Kollege Dr. Daniel Quantz, warum eine verlässliche Rohstoffversorgung ein wesentlicher Baustein für Europas Resilienz und Verteidigungsfähigkeit ist. Dabei geht es sowohl um den Schutz und die Nutzung der europäischen „urbanen Mine“ als auch um die Sicherung von Primärrohstoffen und den Erhalt heimischer industrieller Kapazitäten. Recycling allein wird den steigenden Bedarf durch Elektrifizierung, KI und Verteidigung nicht decken können.
Aus Sicht der WVMetalle braucht es deshalb entschlossene politische Maßnahmen: Der Abfluss wertvoller Schrotte aus Europa muss begrenzt, die innereuropäische Verwertung gestärkt und die strategische Vorratshaltung ausgebaut werden. Zugleich müssen faire Wettbewerbsbedingungen geschaffen und Rohstoffpartnerschaften mit verlässlichen Partnern gestärkt werden. Nur so können industrielle Resilienz und Verteidigungsfähigkeit langfristig gesichert werden.

