Zu Besuch bei KME SE Germany am Standort in Osnabrück

WVMetalle unterwegs

Berlin

,

16.6.26

Vom Schreibtisch direkt an den Schmelzofen

Unsere KollegInnen Helena Schmidt und Michael Tamke tauschten ihren Arbeitsplatz in Berlin gegen Helm und Schutzbrille bei der KME SE Germany am Standort in Osnabrück ein. Beim Besuch erhielten sie spannende Einblicke in die Kupferverarbeitung und die Herausforderungen einer energie- und rohstoffintensiven Industrie. Besonders beeindruckend war die lange Tradition des Standorts, an dem bereits seit rund 150 Jahren Kupfer verarbeitet wird. Weitsicht und Zukunftsorientierung lag bereits bei den Gründern, als sie die Schmelze zentral anlegten und den Standort mit Blick auf zukünftige Entwicklungen planten.

Ein zentrales Thema unserer Gespräche war die Kreislaufwirtschaft: Das Ziel von KME ist der 100%ige Einsatz von Recyclingmaterial im Werk. Gerade angesichts der Kupferpreise und der besonderen Anforderungen bei der Rohstoffversorgung ist dies ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Industrie. Damit dies funktioniert, braucht es aber auch einen Reibungslosen Ablauf im Fließen der Stoffströme – eine Aufgabe auch für die Politik.

Auch der Blick in die Schmelze war faszinierend: Kupfer wird bei Temperaturen von über 1.000 Grad verarbeitet und muss bis zum Gießen kontinuierlich auf Temperatur gehalten werden. Die Arbeit in der Schmelze erfordert viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl und ist damit vergleichbar mit dem Kochen, bei dem die richtige Mischung und das „Abschmecken“ entscheidend sind. Und wer es noch nie gesehen hat: Brennendes Kupfer leuchtet tatsächlich grün.

Unser herzlicher Dank gilt Frank Otten für die spannenden Einblicke sowie seinem gesamten Team für den offenen Austausch. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen uns dabei, die Interessen der Nichteisenmetallindustrie in Berlin noch besser zu vertreten.

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